Podcast (Erwachsenen)Bildung und Digitalisierung ist online

Podcast (Erwachsenen)Bildung und Digitalisierung ist online

Bildung und der Zugang zur Bildung sind zentrale Themen – nicht nur in Zeiten von Corona. Der Zugang zur Bildung muss gewährleistet sein. Aber was genau bedeutet das? Reicht es aus, wenn Bibliotheken und Schulen geöffnet sind?

2 Personen, 3 Meinungen: Unter Bildung versteht fast jede:r etwas anderes. Die einen verstehen darunter eine Grundausbildung, die anderen die Lektüre bildungsbürgerlicher Klassiker oder den Besuch vergleichbarer Opern- oder Theateraufführungen. In der Charta der Menschenrechte ist mit dem “Recht auf Bildung” eine grundlegende Ausbildung gemeint. Seitens der Gesellschaft gilt es, für diese Ausbildung frei zugängliche Lernumgebungen zu schaffen, die zudem zeitgemäß sind. Hinzu kommen die 17 Ziele der Vereinten Nationen für eine nachhaltige Entwicklung bis 2030. Auch dort wurde ein Recht auf lebenslange Bildung definiert, das allen Menschen lebenslang die Möglichkeit bieten muss, sich im Wandel der Zeit auch beruflich neu ausrichten zu können, oder sich selbstständig zu machen, damit nachhaltige Innovationen aus der Mitte der Gesellschaft entstehen.

Die klassischen formalen Bildungsinstitutionen der industriepolitischen Moderne sind mit dieser Aufgabe überfordert. Hier kommen jetzt auch die Kommunen ins Spiel. In Musterbrecher:innen Digital haben Anika Krellmann und Marc Groß mit Dr. Anja C. Wagner in der dritten Folge über Digitalisierung und (Erwachsenen)Bildung gesprochen. Dabei ging es um zwei zentrale Fragen: 1. Wie muss sich (Erwachsenenbildung) im Digitalen Zeitalter verändern? 2. Wie verändert die Digitalisierung die (Erwachsenen)Bildung? Anja bezeichnet sich selber als Bildungsquerulantin, ist Geschäftsführerin von Frolleinflow, dem Institut für kreative Flaneure. Außerdem ist sie Mitglied im Lenkungskreis des Co:Lab.

Der Co:Lab-Podcast “Musterbrecher:innen Digital”

In unserem Podcast “Musterbrecher:innen Digital” greifen wir regelmäßig Themen im Kontext von Gesellschaft und Digitalisierung auf, die Euch und uns beschäftigen. Wir diskutieren Hintergründe, decken alte Muster auf, sprechen über Muster, die es in Zukunft braucht und diskutieren Zusammenhänge. Den Podcast findet ihr auf Podomatic, Spotify, Apple Podcasts, Google Podcasts, Amazon Music and Audible, Player FM und Deezer

Shownotes zum Podcast

Internetseite des Co:Lab e.V.
https://colab-digital.de

Co:Lab-Publikation: Künstliche Intelligenz in Kommunen (Kapitel KI in Bildung und Lernen)
https://colab-digital.de/initiativen/koki/bildung/

Internetseite von Dr. Anja C. Wagner
https://about.me/acwagner

Internetseite von Frolleinflow – Institut für kreative Flaneure
https://frolleinflow.com

Buchempfehlung: Berufen statt zertifiziert. Neues lernen, neue Chancen
www.berufenstattzertifiziert.de

Buchempfehlung: B(u)ildung 4.0: Wissen in Zeiten technologischer Reproduzierbarkeit
https://www.amazon.de/ildung-4-0-Wissen-technologischer-Reproduzierbarkeit-ebook/dp/B078BLV1BG/ref=as_li_ss_tl?dchild=1&keywords=b(u)ildung+4.0&qid=1618326747&sr=8-1&linkCode=sl1&tag=ff_pcb-21&linkId=7628cf86c370cf8f289f6156295da941&language=de_DE

Digital-Index D21 2020 / 2021
https://initiatived21.de/app/uploads/2021/02/d21-digital-index-2020_2021.pdf

Neue Initiative startet im Mai: Nachhaltig Digital | Digital Nachhaltig

Neue Initiative startet im Mai: Nachhaltig Digital | Digital Nachhaltig

Nachhaltigkeit als Handlungsmaxime in der digitalen Transformation

Globale Verschiebungen finden in unterschiedlichen Gestaltungsfeldern und auf unterschiedlichen Ebenen mit teils atemberaubender Geschwindigkeit statt. Wir befinden uns im Übergang zu einer neuen Gesellschaftsform: Die Netzwerkgesellschaft. Sie funktioniert anders und braucht daher ein anderes – ein neues (politisches) Handeln und Denken. Mehr denn je wird aus diesen Gründen die Frage nach der beziehungsweise nach mehr Nachhaltigkeit gestellt. Dabei geht es längst nicht mehr nur um ökologische Themen wie den Klimawandel. Es geht vielmehr um Wirkungsprinzipien in einem mehrdimensionalen komplexen Beziehungsgeflecht verschiedener, natürlicher Ökosysteme verknüpft mit Digitalisierung und Technologien. Eindimensionale Sichtweisen bringen uns hier nicht weiter, sie verstellen lediglich den Blick auf die wichtigen Zukunftsfragen.

Technologien werden in Verbindung mit der Digitalisierung oftmals als unaufhaltsamer, sich beschleunigender Prozess erlebt und dargestellt, der nicht verändert werden kann. Digitalisierung und Technologien sind aber keine Naturgewalten. Sie können und sollten von uns nachhaltig gestaltet werden. Damit dies gelingt, müssen Prozesse und Auswirkungen dieser technologischen Transformation von den gesellschaftlichen Akteuren umfassend verstanden und ihre Verursacher:innen und Treiber transparent gemacht werden. Das setzt voraus, dass unterschiedliche gesellschaftliche Sichtweisen zusammen kommen und bestehende Wertvorstellungen verstanden, akzeptiert und respektiert werden.

Mit dieser Initiative leistet das Co:Lab einen aktiven Beitrag für eine wirksame (digitale) Nachhaltigkeit. Wir behandeln das Thema “Nachhaltigkeit als Handlungsmaxime in der digitalen Transformation” vorausschauend und lösen zentrale Fragestellungen transformativ in unterschiedlichen Gestaltungsfeldern unseres gesellschaftlichen Lebens. Denn nur so können wir Langfristigkeit, Generationengerechtigkeit und Ressourceneffizienz erreichen. Dafür müssen wir uns vom “typisch deutschen” inkrementellen Denken lösen!
Dafür schaffen wir die notwendigen Denkräume und diskutieren darüber, wie die Digitalisierung nachhaltig mit gesellschaftlichen Zielen verbunden werden kann. Wir sprechen zum Beispiel darüber, welche Rollen öffentliche und private sowie lokale und globale Akteure dabei spielen können, sollten und müssen. Wir beantworten die Frage, welchen Rahmen Staat und Gesellschaft schaffen müssen, um den Digitalen Wandel in den Dienst nachhaltiger Entwicklung zu stellen.

“Niemand will wirklich das Klima schädigen. Alle sind daran interessiert daran, eine enkelfähige Welt zu hinterlassen. Jedoch steht diesem Eigeninteresse das klassische Brecht’sche Bonmot entgegen: “Erst kommt das Fressen, dann die Moral.” Will heißen: Nur wer es sich finanziell leisten kann, wird den Kopf für eine nachhaltige Nutzung der Ressourcen übrig haben. Es sei denn, man hat gar keine Alternative, als im Interesse der Klimaneutralität zu agieren. Damit liegt der Ball wieder in der Politik.” Anja C. Wagner (Mitglied im Lenkungskreis des Co:Lab e.V.)

Von Mai 2021 bis Dezember 2021 kommen Expert:innen und Interessierte aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft sowie Verwaltung und Politik (virtuell) zusammen, um in einer klassischen Think-Tank-Art auf Grundlage ihrer Expertise die aktuellen Chancen und Herausforderungen des Themas Nachhaltigkeit der digitalen Transformation interdisziplinär und multiperspektivisch zu beleuchten. Um beim Thema Nachhaltigkeit und Digitalisierung notwendige transformative Sprünge zu erreichen, müssen wir uns von alten Denkmustern verabschieden und neue Aufbauen. Wir zeigen attraktive Alternativen zum bestehenden Denken, entwickeln Zukunftsbilder und Narrative, die eine gemeinschaftliche Begeisterung entfachen. Uns trägt dabei die Denkweise des sowohl-als-auch und nicht ein entweder-oder-Paradigma.

Mehr Infos zur Initiative findet ihr hier.

Erfolgreicher #KoKI-Abschluss mit über 230 Teilnehmenden

Erfolgreicher #KoKI-Abschluss mit über 230 Teilnehmenden

Die Initiative „KoKI“ hat in einer virtuellen Abschlussveranstaltung mit mehr als 230 Teilnehmer:innen ihre Ergebnisse vorgestellt. Mehr als ein Jahr lang haben rund 50 Expert:innen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft in der Initiative “KoKI” zusammengearbeitet und die Perspektiven und Anwendungsszenarien Künstlicher Intelligenz in Kommunen beleuchtet. Die Initiative stellt gleichzeitig das erste größere Projekt des neugegründeten Vereins Co:Lab Denklabor & Kollaborationsplattform für Gesellschaft & Digitalisierung e.V. dar. Initiiert wurde „KoKI“ vom Innovators Club des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB), der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) und dem Fraunhofer-Institut IESE. Unterstützt wurde sie von den Unternehmen City & Bits, Microsoft und Trusted AI.

Deutschland befindet sich inmitten einer disruptiven technologischen Veränderung. Künstliche Intelligenz (KI) spielt bei der (zukünftigen) Transformation der Wirtschaft, der öffentlichen Verwaltung und der Gesellschaft eine entscheidende Rolle. Die Frage nach dem gesellschaftlichen, politischen und rechtlichen Ordnungsrahmen für KI ist also zu einer zentralen Frage unserer Zeit geworden. Diese ist nicht nur auf der europäischen und nationalen Ebene zu diskutieren, sondern auch dort, wo die Menschen leben und arbeiten: in den Kommunen. Kaum jemand spricht aber aktuell darüber, welche Chancen und Risiken mit “selbstlernenden Maschinen” in Kommunen verbunden sind, welche Debatten rund um KI auch im örtlichen Kontext geführt werden sollten und welche guten Beispiele für KI es auf kommunaler Ebene schon heute gibt. Allein die Kommunen, der Ort, wo jede Anwendung im Boden verankert und mit den Bürger:innen reflektiert werden muss, bleiben in den aktuellen Diskussionsprozessen unterrepräsentiert. 

Rezension von Thomas Langkabel auf LinkedIn

Nach mehr als 15 Monaten Arbeit wurden nun die Ergebnisse von KoKI präsentiert. 84 Seiten umfasst die Abschlusspublikation, die in dieser Woche von den Initiatoren der Initiative vorgestellt und mit mehr als 250 Teilnehmer:innen in einer virtuellen Veranstaltung diskutiert wurde. Impulse während der Veranstaltung kamen vom ehemaligen Bremer Staatsrat Henning Lühr, der zum Transformationsprozess in der Arbeitswelt referierte und von Tobias Krafft, Geschäftsführer von Trusted AI. 

In der Abschlusspublikation „Künstliche Intelligenz in Kommunen“ wird das Thema aus kommunaler Sicht aus verschiedensten Blickwinkeln beleuchtet. In vier fachlich fokussierten Kapiteln beschreiben die zahlreichen Expert:innen Use Cases und geben Einblicke in die aktuellen Diskussionen in den Bereichen Politik & Verwaltung, Bildung & Lernen, Pflege sowie Stadt- & Regionalplanung. Die Kapitel Recht, Ethik, Facing Fears sowie (Offene) Daten diskutieren Künstliche Intelligenz noch einmal bereiter und gehen auf Herausforderungen ein. Des Weiteren formuliert die Veröffentlichung Thesen und Learnings sowie einen spannenden Einblick in die Handlungsmaxime Nachhaltigkeit.

Die Studie ist abrufbar unter: https://colab-digital.de/initiativen/koki/ Sie steht unter einer Creative-Commons-Licence.

Neuer Podcast ist online: Nachhaltigkeit – Handlungsmaxime in der digitalen Transformation

Neuer Podcast ist online: Nachhaltigkeit – Handlungsmaxime in der digitalen Transformation

Globale Verschiebungen, die in verschiedenen Handlungsfeldern und auf unterschiedlichen Ebenen mit teils exponentieller Geschwindigkeit stattfinden, stellen heute lauter als in der Vergangenheit die Frage nach der oder nach mehr Nachhaltigkeit. Dabei geht es längst nicht mehr nur um ökologische Themen wie den Klimawandel, der eng mit dem Begriff der Nachhaltigkeit verbunden ist, sondern um ein mehrdimensionales komplexes Beziehungsgeflecht verschiedener, natürlicher Ökosysteme verknüpft mit Technologien im Zeitalter des Anthropozens.

In Musterbrecher:innen Digital, dem Podcast des Co:Lab – Denklabor & Kollaborationsplattform für Gesellschaft & Digitalisierung e.V. – sprechen wir in der zweiten Episode über das Thema Nachhaltigkeit & Digitalisierungung. Wir diskutieren mit Musterbrecher, Co:Lab-Mitglied und Smart City-Experte Joachim Schonowski darüber, warum Nachhaltigkeit zur Handlungsmaxime der digitalen Transformation werden muss, welche Denkmuster uns aktuell einschränken und welche neue Muster wir aufbauen müssen. Denn Digitalisierung ist kein technologie-zentriertes Heilsversprechen, welches die Fehlent­wicklungen in der Vergangenheit auf wun­dersame Art und Weise kompensiert.

Der Co:Lab-Podcast “Musterbrecher:innen Digital”

In unserem Podcast “Musterbrecher:innen Digital” greifen wir regelmäßig Themen im Kontext von Gesellschaft und Digitalisierung auf, die Euch und uns beschäftigen. Wir diskutieren Hintergründe, decken alte Muster auf, sprechen über Muster, die es in Zukunft braucht und diskutieren Zusammenhänge. Den Podcast findet ihr auf Podomatic und weiteren Kanälen wie Spotify, Apple Podcasts, Google Podcasts.

Publikation der Initiative #KoKI ist online

Publikation der Initiative #KoKI ist online

Unsere erste Publikation ist online. Wir haben über ein Jahr Expert:innen aus ganz unterschiedlichen Sektoren und Bereichen zusammen und in den Austausch gebracht. Aus der Initiative #KoKI (KI in Kommunen) ist eine 80-seitige Veröffentlichung mit vielen spannenden Beiträgen von über 50 Expert:innen und mit Vorworten von Daniela Kolbe und Katharina Zweig geworden. Die Publikation gibt einen umfangreichen Eindruck von “#KI in Kommunen” und macht sie damit vor Ort besprechbar.

Die Initiative fordert auf und ermutigt, jetzt den Dialog mit der örtlichen Gemeinschaft zu führen. #KoKI beleuchtet dabei das ganze kommunale Ökosystem und damit den örtlichen Lebenskontext der Menschen. Die Initiative beschränkt sich also nicht auf Einsatzszenarien für Kommunalverwaltungen.

Danke!

Vielen Dank an die bundesweit aktiven Expert:innen, die die Initiative #KoKI mitgetragen und so erfolgreich gemacht haben. In der ehrenamtlichen und virtuell kollaborativen Arbeite stecken viele Herausforderungen. Umso mehr Wertschätzung zollt einer solch Community getriebenen Publikation.

Wir danken selbstverständlich auch unseren Unterstützer:innen, ohne die diese Initiative nicht möglich gewesen wäre: City & Bits, Microsoft, TrustedAI, Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt),  Deutscher Städte- und Gemeindebund (DStGB) und Fraunhofer IESE.

Lesen und teilen

Heute haben wir den Abschluss der Initiative mit weit über 200 Teilnehmenden gebührend gefeiert und freuen uns schon jetzt auf die weiteren Aktivitäten des Co:Lab. Einen kleinen Rückblick und eine Vorschau auf die nächste Initiative folgt in Kürze.

Wir wünschen jetzt erst einmal allen viel Spaß bei der Lektüre der Community-Publikation und freuen uns sehr, wenn ihr diese in euren Netzwerken kräftig teilt. Hier könnt ihr die Publikation herunterladen.